Die Berührung des Herzes zu Asien.
Unsere teure und liebe Tochter Januscha wurde am 27. Juni 1984 in Dachau, Deutschland geboren. Es war unser leidenschaftlich erwartetes Kind. Vielleicht gerade deshalb weil wir nicht ertragen konnten so lange auf Jana zu warten zog sich die Geburt mehr als 24 Stunden hinaus. Jana wurde mit einem schönen, lockigen dunkelblonden Haarschopf geboren. Ich weiß nicht, warum schreiben andere über die Neugeborenen, dass sie unschön sind. Es ist die Unwahrheit! Die erwünschten und Lieblingskinder – sind schön.
Jana ist ein Beobachter von Geburt an: Im Buggy liegend während der Spaziergänge, versuchte sie den Wind mit Ihrer Zunge zu erfühlen, (ich glaube, dass sie versuchte, seine Essenz zu verstehen und zu verstehen welche Verbindung zu ihr besteht). Was wirklich in ihr vorging, welche Fragen sie stellte, und welche antwortet sie erhielt, weiß ich nicht. Jana streckte ihre Zunge heraus und das konnte lange dauern. Ich wusste, dass dieses Gespräch mit dem Wind ein wichtiger Erkennungsprozess war. Als sie auf der Wiese lag, zog sie einen Grashalm zu ihrem Gesicht um durch ihn die Sonne zu untersuchen, die Blätter selbst still zu untersuchen, langsam zwischen ihren Fingern streckend.
Jana war ein sehr lebensliebendes, neugieriges und kräftiges Kind. Eine Person von entschlossenen Wörtern und Handlungen. Jana forderte viel von sich selbst und versucht, ihre Zeit zu planen und zu nutzen, es gibt keine überflüssigen Minuten im ihrem Leben, alles soll ihrer eigenen Entwicklung und dem ihrer Mitmenschen nützen. Jana ist ein freigebiger Mensch, sie versprüht großzügig Gefühle der Liebe für ihre Verwandte und Freunde, sie investiert viel Energie und Zeit in ihre Beziehungen.
1988/89 ging Jana in Mainz in den Regenbogen Kindergarten. 1990 ging sie in die erste Klasse in Minsk in die Schule Nr. 6. Nach diesem Jahr zwangen uns unsere Lebensverhältnisse für 2 Jahre nach Deutschland zurückzukehren. Während dieser Zeit ging Jana im Mainz-Gonsenheim in die Maler-Becker-Schule, die Schule welche auch ihr Vater und ihre geliebte Großmutter Martha besuchten. Als wir Jana für die Schule einschrieben, wurde ihr angeboten, nochmals in die Erste Klasse zu gehen, um das Lernen leichtere zu machen, aber Jana beharrte darauf, in die zweite Klasse zu gehen, was Jana ablehnte. Nach ein oder zwei Monaten am ersten Elternabend sagte die Lehrerin, dass Jana vielleicht doch besser in die erste Klasse wechseln sollte. Aber nach einer Weile beim nächsten Elternabend sagte die Lehrerin, dass Jana auf eine wunderbare Weise mit den Programmen der ersten und zweiten Klasse fertig wurde. Dann 1994 zogen wir wieder zurück nach Minsk. Dort ging Jana in die 4. Klasse in die Schule Nr. 24, ein Gymnasium, mit Schwerpunkt deutsch und englisch. 1999, als Jana 15 wurde ging sie zur Townshend International School in Tschechien, welche sie mit besonderen Auszeichnungen absolvierte. Nach der Schule blieb sie in Tschechien für ein Baha'i Jahr des Dienstes. Dannach zog Jana nach Mannheim, um Volkswirtschaft zu studieren.
Olga im Jahre 2006